Zum Inhalt springen

Zusammenhalt im Sport in Baden-Württemberg

Das Programm Zusammenhalt im Sport in Baden-Württemberg setzt sich für demokratische Teilhabe und gegen Extremismusein. Ziel ist es dabei, engagierte Vereine und Verbände zu unterstützen, die sich der Etablierung demokratischer Verbandsstrukturen und der Bearbeitung von diskriminierenden und demokratiefeindlichen Vorfällen widmen.

Kontakt

Jan Elert
Wirthstraße 7
79110 Freiburg

Tel. +49 761 15246-33
Fax +49 761 15246-31
j.elert@bsb-freiburg.de

Toleranz & Demokratie im Sport

Sportvereine sind eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Mit dem Ehrenamt als Grundlage schaffen sie Raum für Mitwirkung und Teilhabe. Mit ihren demokratischen Strukturen bieten sie jedem Mitglied die Möglichkeit, in allen Vereinsangelegenheiten mitzudiskutieren und mitzuentscheiden. Dabei gelten Toleranz, Respekt und Fairplay im Sportverein nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch bei der Meinungs- und Willensbildung. Um es auf den Punkt zu bringen: Im Sportverein wird Demokratie gelebt und somit für jeden einzelnen erfahrbar und erlernbar.

Das Programm „Zusammenhalt im Sport in Baden-Württemberg“ will diese demokratischen Prozesse im Sport stärken. Es sorgt dafür, dass Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus keinen Weg in die Sportvereine und -verbände finden. Damit ermöglicht es dem Sport eine deutliche Positionierung pro Demokratie und Teilhabe und stellt sich gegen Diskriminierung und rechte Ideologien.

Zentraler Bestandteil des Programms ist es, die „Coaches für Zusammenhalt im Sport“ auszubilden und einzusetzen, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Sie transportieren die Ideen und agieren als Vorbilder im Feld des Vereinssports in Baden-Württemberg.

Das Beratungsangebot für Vereine und Verbände

Das Beratungsangebot umfasst mehrere Varianten der Beratung sowie die Möglichkeit kleinere Bildungsveranstaltungen durchzuführen. Alle Sportvereine und Verbände aus Baden-Württemberg können die Leistungen des Beratungsangebots kostenfrei in Anspruch nehmen. Das Angebot richtet sich an Vereine/Verbände, die eine klare Position gegen demokratiefeindliches Verhalten einnehmen wollen oder solche, die demokratiefeindliches Verhalten in ihrem Vereinsumfeld wahrgenommen haben und darauf angemessen reagieren möchten. Die Umsetzung der Beratung erfolgt durch die ausgebildeten Coaches für Zusammenhalt im Sport.

Demokratiefeindliche Verhaltensweisen: Aussagen oder Handlungen, die bestimmte Personen oder Gruppen abwerten und damit die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe verhindern. Z.B. Rassismus, Sexismus, Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung, Feindseligkeit gegenüber Geflüchteten.


Demokratiefrühstück

Das Demokratiefrühstück ist eine Methode, um den Austausch zwischen Vorstand, Funktionsträger*innen und den Mitgliedern auf eine niedrigschwellige Art zu fördern und intensivieren. In ungezwungener Atmosphäre treffen sich alle Teilnehmenden zum Frühstück und tauschen sich über den Vereinsalltag aus. Es bietet dabei sowohl die Möglichkeit zum Austausch im persönlichen Gespräch, als auch über eine moderierte Diskussion in der Gruppe.

Mit dem Demokratiefrühstück werden die Möglichkeiten der Mitgestaltung und Partizipation in ihrem Verein gestärkt. Durch den Austausch wird Vorstandsarbeit für die Mitglieder transparent. Im Gegenzug erhalten die Vorstände ein gutes Stimmungsbild des Vereins und können so anstehende Entscheidungen im Sinne aller Mitglieder treffen. Insgesamt sorgt ein Demokratiefrühstück natürlich auch für einen stärkeren Zusammenhalt innerhalb des Vereins und motiviert Mitglieder wie auch Ehrenamtliche zu weiterem Engagement.


Kurze Bildungseinheiten

Innerhalb des Projekts wird die Demokratieförderung als breites, vielfältiges Feld gesehen. In ihm befinden sich verschiedene Themen die i.d.R. nicht alle für jeden Verein/Verband relevant sind. Die Vereine/Verbände legen eigenständige Schwerpunkte oder reagieren auf ganz spezifische Bedarfe. Um dieser Ausgangslage gerecht zu werden, sollen kurze Bildungseinheiten angeboten werden die auf den jeweiligen Bedarf eines Vereins/Verbands zurechtgeschnitten sind. Sie sollen es dem Verein/Verband ermöglichen seine Mitglieder zu einem bestimmten Thema zu sensibilisieren und qualifizieren.

Ausbildung für Zusammenhalt im Sport

In der Ausbildung "Coaches für Zusammenhalt im Sport" werden die Teilnehmenden darin geschult, demokratische Prozesse in Vereinen anzustoßen und zu begleiten. Ziel ist es, sie in die Lage zu versetzen, kurze Bildungseinheiten mit Vereinen eigenständig umsetzen zu können oder Vereine über eine Beratung zu unterstützen. Dazu werden die Grundlagen der Beratungsarbeit vermittelt und in der Praxis erprobt. Außerdem werden die Teilnehmenden dafür ausgebildet, mit Konflikten umzugehen und bei Fällen von Rechtsextremismus oder Fremdenfeindlichkeit im Vereinsumfeld Handlungsempfehlungen geben zu können.

Das Projekt Zusammenhalt im Sport in Baden-Württemberg wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern (BMI) im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“. Dadurch kann die Ausbildung vollkommen kostenfrei angeboten werden.

Das Programm "Zusammenhalt im Sport in Baden-Württemberg" wird gefördert durch das Bundesministerium des Inneren im Rahmen des Bundesprogramms "Zusammenhalt durch Teilhabe". Mehr Informationen zur Förderung finden Sie unter www.zusammenhalt-durch-teilhabe.de und www.bmi.bund.de.