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Verleihung der Inklusionspreise 2017

PTSV Jahn Freiburg, der „Südkurier“ und Leon Bär: BBS verleiht Inklusionspreise 2017

Mitte Mai lud der Badische Behinderten- und Rehabilitationssportverband (BBS) nach 2013 und 2015 zum dritten Mal ins Baden-Badener Rathaus ein, um dort mit geladenen Gästen die Verleihung des „Inklusionspreises 2017“ zu feiern.

 


Gruppenbild mit Damen (von links): BSB-Präsident Gundolf Fleischer, BBS-Sport-Inklusionsmanagerin Kim Früh, Oberbürgermeisterin Margret Mergen, die Preisträger Leon Bär, Max Gräßlin, Matthias Heitzmann und Ingo Feiertag, Manfred Franck von der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, BSB-Nord-Geschäftsführer Wolfgang Eitel und BBS-Präsident Dr. Erwin Grom.

 

Der Preis wurde vom BBS zum dritten Mal ausgelobt und von der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, dem Badischen Sportbund Freiburg und dem Badischen Sportbund Nord mit einem Preisgeld von insgesamt 3.000 Euro unterstützt. Die Verleihung erfolgte in den Kategorien „Vereine“, „Medien“ und „Wissenschaft“. Nach der Begrüßung durch die Oberbürgermeisterin Margret Mergen und den BBS-Präsidenten Dr. Erwin Grom moderierte dieser im Anschluss an einen kurzen Filmbeitrag eine Gesprächsrunde, die unter der Überschrift stand: „Inklusion im Sport – über was reden wir überhaupt?" Ziel der Runde war es, den oftmals inflationär verwendeten Begriff „Inklusion“ zu schärfen.

 

Die mit Spannung erwarteten Preisverleihungen wurden charmant, kompetent und kurzweilig moderiert von Kim Früh, der neuen Sport-Inklusionsmanagerin beim BBS. In der Kategorie "Medien" ging der Preis für die beste Medienarbeit an die Sportredaktion des „Südkurier“ in Konstanz. Der Ressortleiter Ralf Mittmann und der Autor des Beitrags, Ingo Feiertag, von der Sportredaktion des „Südkurier“ nahmen den mit 1.000 Euro dotierten Preis aus den Händen von BSB-Präsident Gundolf Fleischer entgegen. Die Zeitung hatte in einem bemerkenswerten Beitrag Ein ganz besonderes Trio von drei Freunden mit Down-Syndrom berichtet, die gerade ihre Karate-Gürtelprüfung zum Orangegurt erfolgreich bestanden hatten. Der Artikel vermittelt sehr eindrücklich, wie die drei jungen Männer mit Down Syndrom per Definition zwar mit leeren Händen, dafür aber mit umso mehr Herz, Enthusiasmus und Begeisterung in ihrem „Dojo“ aufgenommen und unterrichtet werden. Der Südkurier gewährt dem Leser mit diesem Zeitungsbericht eindrucksvolle Einblicke in das Vereinsgeschehen des Konstanzer Karate- und Fitness Dojo und vermittelt auf sehr empathische Weise, wie gelebte Inklusion aussehen kann.

 

Kategorie Vereine ging an PTSV Jahn
 

Mit dem Inklusionspreis in der Kategorie „Vereine“ ausgezeichnet wurde in diesem Jahr der „PTSV Jahn Freiburg". Dieser hat sich zum Thema Vielfalt in der Vereinswelt Gedanken gemacht und den Slogan „Vielfalt im PTSV“ zu seinem Vereinsmotto gewählt. Mit diesem Leitsatz wird ausgedrückt, worauf es den Mitgliedern im PTSV Jahn ankommt: Vielfältige Sportangebote, die eine breite Bevölkerungsschicht ansprechen, sollen für Menschen mit und ohne Behinderung zugänglich sein. Der PTSV erfüllt durch seine zahlreichen inklusiven Sportangebote und die tollen Freizeitaktivitäten alle Kriterien zur Förderung von Integration sowie zur Selbstbestimmung und gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in der Gesellschaft auf vorbildliche Weise. Das Preisgeld für den Inklusionspreis in der Kategorie „Vereine“ wurde gestiftet von der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg und von deren Leitenden Verwaltungsdirektor Manfred Franck an die glücklichen Sieger übergeben.

 

Für die beste wissenschaftliche Arbeit ausgezeichnet wurde Leon Bär aus Freiburg für seine Zulassungsarbeit zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt am Gymnasium mit dem Thema „Inklusion im außerschulischen Sport im Spiegel der UN-Behindertenrechtskonvention“. In der Einleitung seiner wissenschaftlichen Ausarbeitung beeindruckt Bär mit einem kurzen und sehr informativen historischen Exkurs im Hinblick darauf, wie sich die Situation für Menschen mit Behinderung in den vergangenen Jahrhunderten bis heute verändert hat. Hauptteil seiner Arbeit ist dann eine praktische Umfrage aktuellen Situation in Südbaden.


 


Die Sieger in der Kategorie „Medien“: Ralf Mittmann und Ingo Feiertag vom „Südkurier“ (Dritter und Vierter von links), eingerahmt vom Preisgeldstifter BSB-Präsident Gundolf Fleischer, Kim Früh, Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen und BBS-Präsident Dr. Erwin Grom.


Glückliche Preisträger: Max Gräßlin und Matthias Heitzmann (von links) vom PTSV Jahn Freiburg freuen sich zusammen mit Preisgeldstifter Manfred Franck von der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg über die Auszeichnung mit dem BBS-Inklusionspreis in der Kategorie „Vereine“.

 

 

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