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BSB Präsidiumsbeirat - Einstimmiges Votum für eine Beitragserhöhung

Einstimmiges Votum für eine Beitragserhöhung

Diese wird jedoch erst ab 2018 wirksam. Auch die Haushalte 2017 des BSB, der bsj und der Sportschule Steinbach wurden beim Präsidiumsbeirat des Badischen Sportbundes Freiburg in Oberried ohne Gegenstimmen genehmigt. Interessante Diskussionen prägten den diesjährigen nur etwas mehr als zwei Stunden dauernden Präsidiumsbeirat des BSB Freiburg in der Goldberg-Halle in Oberried. Die meisten drehten sich um die Finanzsituation, in deren Folge die Haushalte 2017 und eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ab 2018 einstimmig beschlossen wurden.

Zuvor richtete Bürgermeister Klaus Vosberg ein kurzes Grußwort und BSB-Präsident Gundolf Fleischer einen Bericht für die Zeit seit der  Mitgliederversammlung im Juni in Kirchzarten an die Delegierten der Fachverbände und Vereine. In diesem ging er zunächst auf das Thema Flüchtlinge ein und erklärte die derzeit bestehenden vier Zuschussprogramme von Bund, Land, DOSB und dsj. Nach aktuellem Stand erhalten in Südbaden 158 Sportvereine mit 1518 Flüchtlingen die vom BSB ausgelobte Unterstützung in Höhe von zehn Euro pro Flüchtling und Monat. „Doch trotz zurückgehender Flüchtlingszahlen beginnt die Integrationsarbeit des BSB, der Verbände und Vereine erst jetzt“, so Fleischer, der zudem ausführlich auf das Thema Leistungssportreform des DOSB einging. Er zeigte sich erfreut über die aktuelle Entwicklung, in deren Mittelpunkt aus baden-württembergischer Sicht eine Reform des Systems der Olympiastützpunkte stehe. So wird es zukünftig eine einheitliche Führungsstruktur im Land geben, die operativen Bereiche aber vor Ort bestehen bleiben. „Ich habe mich selbst über Monate hinweg aktiv eingebracht und freue mich, dass der DOSB-Präsident Alfons Hörmann in dieser Zeit das Engagement Baden-Württembergs immer wieder auch bundesweit gelobt hat. Ihm, dem Leistungssportdirektor Dirk Schimmelpfennig und Olav Spahl ist zu danken für deren großes Engagement in dieser Sache“.

Des Weiteren erklärte Fleischer, dass er erst vor wenigen Tagen eine Sitzung mit der Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft Doping in Freiburg gehabt habe. Diese habe ihm mitgeteilt, dass im letzten Erhebungszeitraum im ganzen Land 600 Ermittlungen wegen Dopingvergehens aufgenommen worden seien mit dem Ergebnis, dass den organisierten Sport maximal zwölf beträfen, der Rest die Bodybuilding-Szene. „In Folge dieses Ergebnisses, welches mich freilich nicht wundert, verbitten wir Vertreter des organisierten Sports uns klar und deutlich den Vorwurf, im Lande ein Doping-Eldorado zu sein. Die Zahlen widerlegen dies eindeutig“.

Haushalte 2017 verabschiedet

Vor der Verabschiedung des Haushalts 2017 des BSB, der bsj und der Sportschule Steinbach erläuterte Fleischer einige Eckpunkte. Er ging darauf ein, dass der organisierte Sport durch den ab 2017 geltenden Solidarpakt Sport III mit der Landesregierung zwar insgesamt mehr Geld zur Verfügung habe, die Erhöhungen aber im Besonderen steigende Übungsleiter-Zuschüsse, den Sportstättenbau und Gelder für die Flüchtlinge beträfen. Andererseits stehen 2017 wichtige Projekte an, die es zu finanzieren gelte. „Uns brennt unter anderem eine brandschutztechnische Grundsanierung der Halle 2 in Steinbach ganz besonders unter den Nägeln, sodass die Bugwelle beim Sportstättenbau erst verspätet abgebaut werden kann. Allerdings werden die Zuwendungen an die Fachverbände in 2017 in gleicher Höhe wie in diesem Jahr fließen“. Nach einigen Rückfragen bezüglich Details der Haushalte durch Gerhard Mengesdorf, dem Präsidenten des Badischen Turner-Bundes, und dem Badminton-Präsidenten Bernhard Mai wurden die Haushalte letztlich einstimmig verabschiedet.

Verständnis für Beitragserhöhung ab 2018

Präsident Fleischer erläuterte sodann die Kostensteigerungen beim BSB seit der letzten Beitragserhöhung im Jahr 2011 und begründete den Antrag des BSB-Präsidiums. Dieser sah vor, ab dem Jahr 2018 die Beiträge der bis zu 14-jährigen von € 0,60 auf € 0,80 und die der Erwachsenen von € 1,05 auf € 1,35 zu erhöhen. Rainer Schwarz, Präsident des Ju Jutsu Verbandes Baden, plädierte sogar für eine noch stärkere Erhöhung, fand jedoch keine weiteren  Fürsprecher. Letztlich wurde die vom Präsidium beantragte Erhöhung in der vorliegenden Fassung einstimmig angenommen. Fleischer dankte den Delegierten für dieses Votum, nachdem er im Vorfeld bereits darauf hingewiesen hatte, dass der Anteil der BSB-Eigenmittel von 54 % (2016) auf 47 % (2017) sinken werde und der Sportbund notwendigerweise seine Einnahmen erhöhen müsse. Eine kurze Diskussion ergab sich schließlich in Bezug auf die Strukturen des Beitragswesens im Land. Einige gesamtbaden-württembergische und gesamtbadische Fachverbände wünschten, dies in der nächsten Zeit zum Thema zu machen, was der BSB-Präsident zusicherte.   

 

Hohe Ehrung für Oliver Gerescher

Der in der Vergangenheit für den Sporthaushalt des Landes im Kultusministerium Zuständige erhielt die Fredy-Stober-Medaille verliehen.

„Mir ist es ein Bedürfnis, mich bei Ihnen im Namen des Badischen Sportbundes für Ihr großes Engagement für den Sport im Lande zu bedanken“, so BSB-Präsident Gundolf Fleischer in seiner Laudatio auf Oliver Gerescher, der bis Anfang 2016 rund 20 Jahre lang für die Finanzen im Sporthaushalt des Landes zuständig war.

In dieser Zeit hat Gerescher in besonderem Maße vertrauensvoll und sehr kooperativ mit dem BSB zusammengearbeitet. „Stets hilfsbereit, kompetent und konstruktiv wurden alle Anfragen beantwortet und Probleme gelöst“, sagte Fleischer weiter. So konnten wichtige Investitionsprojekte wie das Nordic Center auf dem Notschrei, die Schanzenanlage in Hinterzarten oder beispielsweise auch der Umbau der Hochfirstschanze erfolgreich abgewickelt werden. Zudem vertrat der Regierungsdirektor in den vergangenen rund zehn Jahren das Land im Landesausschuss zur Förderung des Leistungssports und konnte durch seine Sach- und Fachkenntnis viele Akzente im Interesse des organisierten Sports setzen und wichtige Projekte auf den Weg bringen.

Als Regierungsdirektor wechselte Gerescher nunmehr im Frühjahr innerhalb des Kultusministeriums in das Referat Lehrereinstellung, um dort neue Aufgaben wahrzunehmen. „Der Sport hat damit einen wichtigen Mitstreiter verloren. In Würdigung seiner besonderen Verdienste um den Sport in Südbaden verleihen wir Ihnen, lieber Herr Gerescher, nunmehr die Fredy-Stober-Medaille“, so Fleischer unter dem Beifall der anwesenden Delegierten in Oberried.

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